Markthalle IX - Berlin
Die Geschichte des Legiendamm 32
Der Ursprung: Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts (ca. 1886–1888) als eine der Berliner Gemeindemarkthallen errichtet. Damals wollte der Magistrat den unhygienischen Straßenhandel in feste Hallen verlegen.
Zerstörung im Krieg: Im Zweiten Weltkrieg wurde der Großteil der Halle bei Luftangriffen schwer beschädigt oder zerstört. Während viele andere Hallen komplett abgerissen wurden, blieb am Legiendamm ein charakteristischer Teil der Kopfbauten und ein Rest der Hallenstruktur erhalten.
Die Ära „Zur Kleinen Markthalle“: Nach dem Krieg wurde der erhaltene Teil umgenutzt. Über Jahrzehnte hinweg beherbergte das Gebäude die legendäre Gaststätte „Zur Kleinen Markthalle“. Es war ein klassisches Berliner Lokal mit viel Kiez-Charme, dunklem Holz und einer Atmosphäre, die die Zeit überdauert zu haben schien.





Projekt in Bearbeitung
Projektbeschreibung – Legiendamm 32, Berlin
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Sämtliche baulichen Anpassungen, Instandsetzungen oder konstruktiven Eingriffe bedürfen daher der Abstimmung und Genehmigung durch die zuständige Denkmalschutzbehörde. Dies betrifft sowohl tragende Bauteile als auch Oberflächen, Materialien und gestalterische Details.
Im Zuge der Bestandsuntersuchung wurde eine restauratorische Befunduntersuchung durchgeführt. Das beigefügte Foto zeigt exemplarisch eine freigelegte Putzsondage, die von einem Sachverständigen angelegt wurde. Dabei wurden die einzelnen Putz- und Farbschichten dokumentiert und analysiert, um die historische Substanz sowie frühere Fassungen nachvollziehen zu können.
Die Untersuchungsergebnisse bilden eine wesentliche Grundlage für die weitere Planung, insbesondere im Hinblick auf denkmalgerechte Sanierungsmaßnahmen und konstruktive Anpassungen im Bestand.